Und am Anfang



Und schon sind wir beim Thema. Dabei trauen sich seit der Grundschule viele nicht, einen Satz mit 'Und' zu beginnen. Schlechter Stil. Weiß man doch. Darf man nicht.

Natürlich darf man. In der richtigen Dosis entfaltet es eine kräftige Wirkung. Leitet das Wort einen Text ein, zieht es den Leser unwillkürlich hinein. Man ist sofort mitten im Geschehen.

Verwenden wir es innerhalb von Absätzen oder als pure Ergänzung, fügt ein 'Und' dem offensichtlich abgeschlossenen Gedanken eine weitere Facette hinzu. Und betont sie. Weil Wendungen und Pointen erst im nächsten Satz folgen, werden Texte lebendiger und überraschender. Die kurze Pause verstärkt dabei die Fallhöhe.


Beispiel Einstieg:
Und als sie den Gipfel endlich erklommen hatte, schenkte sie der Aussicht kaum Beachtung. Mächtiges Labsal flutete ihre Sinne.

Beispiel Facette:
Klaus ist cool. Und das ist gut so.


Das sollte uns allerdings nicht verführen. Und nur noch Satzschnipsel bilden. Und Zusätze dranpappen. Und ohne Ende unden. Warum? Wie bei jedem Stilmittel nutzt sich die Wirkung mit zu häufigen Wiederholungen schnell ab. Und geht auf Dauer auf die Nerven.

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